Beiträge des Monats Mai 2004:
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14 Beiträge im Mai 2004
| Reisetagebuch - 17.05.2004, Istanbul (Türkei) |
Es ist kurz nach 4 Uhr morgens und ich sitze im Bus vom Istanbuler Flughafen Sabiha Richtung Innenstadt, was ca. 35 km sein müssten. Der Flug hatte etwas Verspätung, was nicht zuletzt daran lag, das fast alle Mitfliegenden eine große Tasche und zusätzlich 2-4 Platiktüten Handgepäck zu verstauen hatten.
Im Nachhinein habe ich aber davon profitiert, da meine Sitznachbarn, ein türkisches Ehepaar, in einer der Tüten so viel Verpflegung mit sich führten, dass Sie mir davon 2 Gebäckteilchen mit würziger Käsefüllung anboten und ich mir kein überteuertes Germanwings Sandwich kaufen musste. Hier angekommen habe ich dann Geld gezogen und von den 100000000 türk. Lira schon 1000000 für ein Wasser und weitere 7500000 für den Bus ausgegeben. Jetzt fahre ich bis Taksim, was auf europäischer Seite liegt, werde dann nach Sultanahmet laufen, mir dort eine Bleibe suchen und dann heute noch eine Dampferfahrt über den Bosporus starten, wo Abend- und Morgenland sich begegnen, wo das Schwarze auf das Mittelmeer trifft und 2 Brücken Europa mit Asien verbinden. So weit mein Plan, schaun, was draus wird.
Der Tag ist um. Nachdem ich mit vollem Gepäck tatsächlich die ca. 8 km von Taksim über Beyoglu, Galata und das Basarviertel nach Sultanahmed gelaufen war, nahm ich gleich das zweite Angebot auf eine Unterkunft an. Das ist zwar nicht das preiswerteste, was man bekommen kann, aber 12 EUR pro Nacht in einem Einzelzimmer mit Balkon, Dusche und WC direkt neben der Blauen Moschee ist nicht unangemessen. Zumal das ein recht schönes Mittelklasse-Hotel wird, wenn es erstmal fertig renoviert ist. Nachdem das organisiert war und ich mir einen kleinen Überblick über dies Viertel gemacht hatte, brauchte ich etwas Schlaf. Gegen Abend bin ich dann noch den Teil südlich des Goldenen Horns abgelaufen, habe die Ablegestelle für die Bosporusfahrt gefunden und bei einem Fischbratstand zu Abend gegessen. Was ich noch nicht genau weiß, ist ob die Leute,die einen hier ständig ansprechen, etwas verkaufen wollen, mir eine Unterkunft andrehen oder mich in eine Bar locken wollen. Aber auch das werde ich noch herausfinden.
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| Reisetagebuch - 18.05.2004, Istanbul (Türkei) |
Mein zweiter Tag in Istanbul. Heute habe ich die Dampferfahrt über den Bosporus gemacht. Die Ufer wirken ein wenig wie die des Vierwalstädter Sees, nur das sich dahinter keine Alpenhügel erstrecken, sondern eine hügelige Millionenstadt.
Und anstatt eines Süd- und eines Nordufers mündet das Ganze in zwei Weltmeere. Halbzeit und somit knapp 3 Stunden Aufenthalt war für mich im europäischen Stadtteil Sariyer. Das ist nicht der letzte Punkt der Tour, aber ein typischer und vor allem untouristischer Stadtteil. Ich bin den höchsten Gipfel der Umgebung emporgestiegen und hatte eine sehr schöne Aussicht auf den Bosporus. Seit meinem Mittagessen an einer kleinen Bude in der Nähe einer Schule weiß ich, dass man auch Cyrrywurst-Pommes-Gurke im Döner-Brot servieren kann. Man nennt es dann Sosis. Günstig aber nicht übermäßig lecker. Auffällig für mich als Deutschen war, welch fröhlichen Eindruck nahezu alle Kinder machten, während sie nach Hause liefen. Auf dem Rückweg bin ich dann schon in Besiktas ausgestiegen und von dort aus gelaufen. So sieht man deutlich mehr von einer Stadt (besonders, wenn man nicht den Hauptstraßen folgt, sondern sich mit Hilfe eines Kompass den Weg durch kleinere Gassen bahnt). Wenn ich allerdings so weiter mache, brauche ich in einer Woche neue Schuhe. So habe ich für morgen lediglich die Besichtigung des Großen Basar, des Topkapi-Palastes und der Blauen Moschee geplant. |





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| Reisetagebuch - 19.05.2004, Istanbul (Türkei) |
Teppiche! Es dauert ein wenig, aber wenn man die Leute, die einen hier ansprechen ausreden l¦sst, endet das tats¦chlich immer im Teppichladen eines "Bekannten". Und ehe man sich versieht, sitzt man auf einer Couch, trinkt Tee und f¾hlt sich irgendwie verpflichtet, etwas zu kaufen. Ich bin nach l¦ngeren Verkaufsgespr¦chen noch mit ein paar Keramiksch¦lchen davongekommen. Nachdem es heute morgen den 2. Tag in Folge kein flie§endes Wasser gab, ging ich ungeduscht in den Tag. Die Blaue Moschee habe ich besucht, danach den Topkapi Palast und zuletzt den Gro§en Basar. Vom Palast habe ich ehrlicher Weise nur den sehr sch¨nen und vor allem ruhigen zugeh¨rigen Park und den Ersten Hof gesehen, da dies kostenlos besichtigt werden konnte.
Auch vom Basar habe ich nicht Alles gesehen, was aber weniger an meiner Sparsamkeit als vielmehr an meiner nicht allzu ausgepr¦gten Shopping Passion lag. Der Basar beherbergt ca. 4000 Gesch¦fte und mindestens doppelt so viele Gesch¦ftige. Das ist deutlich mehr, als man ben¨tigt, wenn man doch gar nichts kaufen will. Dennoch beeinddruckend zu sehen. Als ich vom Brot-f¾rs-morgige-Fr¾hst¾ck-kaufen zur¾ck kam, lief mir der einzige T¾rke in Istanbul ¾ber den Weg, der mir nichts (mehr) verkaufen will. Mein "Vermieter". Ein ca. 55 j¦hriger Mann, der mich einlud, mit ihm im Bereich der Rezeption zu Abend zu essen (man muss dazu wissen, dass das Hotel den gew¨hnlichen Gesch¦ftsbetrieb noch nicht aufgenommen hat und er abgesehen von einigen Bauarbeitern der einzige ist, den man hier zu sehen bekommt). Wir unterhielten uns ¾ber Istanbul und die T¾rkei und er legte mir ans Herz, doch auch Kapadokien mal zu besuchen, wo er herstammt und wohl auch seine Familie lebt. Als er sein Fl¦schchen t¾rkischen Saki wegstellte, weil sein Chef kam, verabschiedete ich mich und ging in mein Zimmer, welches seit heute auch in der Toilettent¾r und der T¾r zum Flur Schl¨sser und Beschl¦ge besitzt. Dass ich von einem so unspektakul¦ren Tag so viel schreibe, h¦ngt nebenbei damit zusammen, dass das Ausheben einer Grube f¾r einen sp¦ter zu installierenden Wassertank im Erdgeschoss auch ohne den Einsatz von Maschinen einen gewissen L¦rmpegel erzeugt. |





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| Reisetagebuch - 20.05.2004, Istanbul (Türkei) |
20.05.2004 Ich habe heute die Prinzeninseln besucht. 2,20 EUR f¾r Hin- und R¾ckfahrt schien mir das wert zu sein. Und zwar zurecht. Was man nach 3 Tagen Istanbul nicht mehr f¾r m¨glich h¦lt, ist dort gesetzlich vorgeschrieben: keine Autos. Daf¾r sehr viele Pferdekutschen, in denen man bequem die Insel erkunden kann. Ich habe selbstverst¦ndlich die unbequemere Variante gew¦hlt und alles erlaufen. Daf¾r war ich aber auf der gr¨§ten der 4 Inseln nicht nur auf dem vom Hafen entfernter gelegenen s¾dlichen H¾gel, von dem aus man einen sehr sch¨nen Blick ¾ber Istanbul und den Bosporus hat, sondern auch auf dem niedrigeren n¨rdlichen H¾gel, der nahezu menschenleer war und auf dem man die Reste eines sehr gro§en h¨lzernen griechischen Waisenhauses besichtigen kann.
W¦hrend der Hinfahrt lernte ich ein weiteres mal die t¾rkische Gastfreundschaft kennen. In meinem Reisef¾hrer suchte ich den Pumkt, an dem wir uns gerade befinden, als mein Sitznachbar, der leider weder Englisch noch Deutsch sprach, mir genau diesen zeigte. Anhand des Reisef¾hrers zeigte er mir auch, welche Orte in der T¾rkei ich noch besuchen m¾sse. Mein Versuch, ihm mittels der Daten der Visa in meinem Reisepass zu erkl¦ren, dass ich dazu zu wenig Zeit h¦tte, entgegnete er mit einer Strichzeichnung auf meiner ?bersichtskarte, die meinen Reiseplan f¾r die n¦chsten 3 Wochen darstellen sollte. Und tats¦chlich k¨nnte ich alle von ihm vorgeschlagenen Ziele realisieren, und ich versuchte gar nicht, ihm klar zu machen, dass die dann ¾brigen 2 Tage f¾r Georgien zu kurz seien. Da aber auch er Kapadokien gleich als erstes nannte werde ich diesen Teil der T¾rkei doch besuchen. Dann habe ich halt etwas weniger Schwarzmeerk¾ste
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| Reisetagebuch - 21.05.2004, Istanbul (Türkei) |
Mein letzter Tag in Istanbul. Heute habe ich die asiatische Seite kennen gelernt. Ich hatte den Eindruck, dass noch mehr Menschen daf¾r aber etwas weniger Autos auf den Stra§en unterwegs waren. Und deutlich weniger Touristen, folglich auch weniger Nepper, Schlepper, Bauernf¦nger.
Gerade Kadik¨y mit einer riesigen vom Lieferverkehr abgesehen autofreien Innenstadt mit sehr vielen kleinen aber feinen L¦den hat mir sehr gut gefallen. Das laut Reisef¾hrer sehr konservative ?sk¾dar wirkte auf mich nicht viel anders, wenn man davon absieht, dass die nachmitt¦gliche Hitze mir dort ein wenig das Vergn¾gen einen Stadtteil zu erkunden, zunichte machte. Zumal ich nach einigen argw¨hnischen Blicken auf meine nackten Beine schon vor Mittag meine Hosenbeine wieder angelegt hatte. Au§erhalb der Touristenzentren kommt das scheinbar nicht gut an. Und ich bin ja anpassungsf¦hig.
Insgesamt kann man Istanbul als Reiseziel nur weiterempfehlen. Ist man l¦nger als 3-4 Tage dort, ist es empfehlenswert, die Prinzeninseln zu besuchen, um zwischendurch etwas Ruhe zu finden. Auch die asiatische Seite sollte man nicht verpasen, dann lieber auf den europ¦ischen Teil n¨rdlich des Goldenen Horns verzichten. Morgen werde ich, nachdem ich den heute Abend kurz vor Gesch¦ftsschluss erstandenen transportablen CD-Player (w¦re er von Sony, k¨nnte man Discman sagen, m¾sste aber auch das dreifache daf¾r zahlen) auf Grund eines Defekts umgetauscht habe, nach Haydarpasa, dem asiatischen Bahnhof Istanbuls, aufbrechen und wenn m¨glich nach Pamukkale, ansonsten nach Ankara weiter reisen. Die T¾rkei verf¾gt zwar ¾ber ein dichtes und g¾nstiges ?berlandbus-Netz, Zug fahren ist aber dort, wo es Gleise gibt, noch g¾nstiger. Allerdings f¦hrt von hier nur einmal t¦glich ein Zug nach Pamukkale, und wenn der schon weg ist, wenn ich dort ankomme, gehts halt direkt nach Ankara. |




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| Reisetagebuch - 22.05.2004, Istanbul (Türkei) |
Die Weiterfahrt nach Pamukkale bzw. Denizli, wie der n¦chste Ort bei Pamukkale hei§t, der einen Bahnhof hat, hatte ich mir doch ein wenig einfacher vorgestellt. Als ich um 9.30 Uhr in Haydarpasa ankam, durfte ich feststellen, dass der Zug erst um 17.35 Uhr f¦hrt, ich also noch 8 Stunden Zeit im asiatischen Teil Istanbuls verbringen k¨nnte.
Leider musste ich aber auch feststellen, dass zwischen der Recherche des Michael M¾ller Verlages und dem heutigen Tag die t¾rkische Bahn entschieden hatte, die Hinweisschilder f¾r die Gep¦ckaufbewahrung einfach zu ¾berkleben und diesen Service fortan nicht mehr anzubieten. Nachdem 2 Verkaufst¦nde die Aufbewahrung meines Gep¦cks abgelehnt hatten (was ich ihnen angesichts der Bombenattentate von Istanbul 2003 nicht ver¾beln kann), entschied ich mich, das Gep¦ck mitzunehmen und nochmal nach Kadik¨y zu gehen. Dort verbrachte ich die meiste Zeit damit, auf schattig gelegenen B¦nken Zeit tot zu schlagen.
Jetzt sitze ich im Zug. Dieser ben¨tigt f¾r die ca. 800-900 km lange Strecke noch bis 8.20 Uhr morgen fr¾h, also ca. 15 Stunden, was wenig wundert, wenn man die Anzahl der Halte und den Zustand des Schienennetzes sieht. Aber f¾r umgerechnet 9,80 EUR will ich mich nicht beschweren, zumal ich dadurch jetzt auch eine ?bernachtung gespart habe. Au§erdem sitze ich in einem Zug, der etwas breiter ist als jene in Deutschland, trotzdem aber nur 3 Sitze pro Reihe hat. Und von der Beinfreiheit kann selbst die Langversion der Mercedes S-Klasse nur tr¦umen. Der Service ist typisch t¾rkisch. Die Bahn h¦lt sich da fein raus und l¦sst die fliegenden H¦dler gew¦hren. So kommt alle paar Minuten irgend jemand vorbei um Wasser, Geb¦ck, Pl¦tzchen, Pistazien oder Kugelschreiber feil zu bieten. Sogar zu fairen Preisen. Hoffentlich pausieren die zwischendurch mal, etwas Schlaf ist nachts ja doch ganz nett.
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| Reisetagebuch - 23.05.2004, Ankara (Türkei) |
Ich habe im Zug verh¦ltnism¦§ig gut schlafen k¨nnen; da ich mit 1 1/2 Stunden Versp¦tung in Denizli ankam, w¦re es sogar l¦nger m¨gich gewesen, als gedacht. Doch ob der wundersch¨nen Landschaft, die sich nach Sonnenaufgang bot, w¦re dies eine wahre S¾nde gewesen.
Dieser Teil der T¾rkei besteht n¦mlich aus einem von gro§en Seen gepr¦gten Hochplateau um 1000 m ¾ber nN, welches nach Norden und S¾den jeweils von einer Gebirgskette abgeschlossen wird. Gerade w¦hrend des Sonnenaufgangs boten sich bei der Vorbeifahrt an Seen attraktive Motive, die leider aus dem fahrenden Zug schwer festzuhalten waren.
Nach der Ankunft in Denizli wollte ich mir eigentlich die Stadt noch etwas genauer ansehen, kam aber schon nach einer halben Stunde zu der Erkenntnis, dass das mit Abstand sch¨nste an diesem Ort der Busbahnhof ist, von demaus man von dort wieder weg kommt.
Jetzt bin ich in Pamukkale. In den 80er und 90er Jahren waren die hiesigen Sinterterrassen ein tourischtisches Highlight. Heute ist es eine Mammutaufgabe f¾r gute Planer. Die Quelle ist fast versiegt, so dass nur gut 1/4 der Terrasen mit Wasser ¾bersp¾lt werden. Wegen mangelnder Attraktivit¦t steht der gesamte Ort, der Ende der 70er auf Grund der Terrassen entstand und nur aus Hotels, Pensionen, Bars, Souvenirshops und Restaurants besteht, vor dem Ruin. Die zweite Attraktivit¦t der Gegend, der antike Ort Hierapolis, liegt in Form gr¨§erer Gesteinsbrocken einfach herum. Lediglich das Theater aus dem 2. Jhd. vor Christi ist gr¨§tenteils erhalten bzw. wieder aufgebaut.
Hier kann man wunderbar nachvollzihen, warum bei der touristischen Erschlie§ung von Orten oder Attraktionen vom ersten Tag an auf Nachhaltigkeit gesetzt werden sollte. Schon kurz nach Mittag hatte ich alles besichtigt, was man hier sehen kann. Leider waren die auf den Postkarten abgebildeten Schneewei§en Terrassen zumindest in dieser Form nicht mehr unter den Attraktivit¦ten.
Zumindest habe ich eine Unterkunft gew¦hlt, bei der der Internetzugang kostenlos ist und die von einer so freundlichen Familie gef¾hrt wird, dass ich gleich zugesagt habe, auch das Abendessen hier einzunehmen. Getan. Es war mein erstes Essen dieser Reise, dass ich sitzend mit Messer und Gabel zu mir genommen habe, da ich in Istanbul doch eher auf preisg¾nstiges Fastfood zur¾ckgegriffen hatte. Und wieder zur Gastfreundschaft: Obwohl die Familie heute den 21. Hochzeitstag der Eltern feiert, haben sie allein f¾r mich, da ich der einzige Gast heute nacht bin, Abendessen gekocht mit Suppe, Salat und einer H¾hnchen-Gem¾se-Pfanne an Reis. Dazu gabs einen echten Pamukkale-Wein, der f¾r mich als Laien sehr gut geshmeckt hat. Da ich die Herberge in meinem Reisef¾hrer gefunden hatte interessierte sich das Familienoberhaupt brennend f¾r diesen. Ich habe ihm dann versprochen, ihm den Michael-M¾ller-Verlag "T¾rkei" Reisef¾hrer von meiner letzten Station in diesem Land aus zuzuschicken. |





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| Reisetagebuch - 24.05.2004, Ankara (Türkei) |
Nach einem guten Fr¾hst¾ck und einem letzten Spaziergang durch das antike Hierapolis bin ich von Pamukkale mit dem Dolmus nach Denizli und von dort mit einem ?berlandbus weiter nach Ankara gereist. Auch hierf¾r h¦tte ich die Bahn nutzen k¨nnen, doch ist die Gleisinfrastruktur so gering, dass ich 2/3 des Weges zur¾ck nach Istanbul h¦tte fahren und dann einmal umsteigen m¾ssen. Und der einzige Zug von Denizli in diese Richtung f¦hrt um 17.00 Uhr, was bedeutet h¦tte, dass ich gegen Mitternacht in Eskisehir h¦tte auf den n¦chsten Zug nach Ankara warten m¾ssen.
So nahm ich den Bus, bei dem ich zwischen 5 verschiedenen Abfahrtszeiten w¦hlen konnte und welcher mit angegebenen 6 1/2 Stunden Fahrzeit rund 5 Stunden schneller sein sollte als der Zug. Doch auch der Bus kam mit einer Stunde Versp¦tung in der Hauptstadt an. Daf¾r ist der Service an Bord gut. Au§er dem Busfahrer ist n¦mlich noch ein Steward im Bus, der den Reisenden kostenlos einen Keks, Tee, Cola, Fanta und auch K¨lnisch Wasser zur Erfrischung reicht.
Da ich mich auch immer weiter Richtung Osten bewege, war es schon dunkel, als ich gegen 20.30 Uhr ankam. Mit der Metro bin ich sodann vom Busbahnhof nach Ulus gefahren, wo ich dank Kompass recht schnell das vom Reisef¾hrer empfohlene Hostel fand. F¾r ca. 8,- EUR pro Nacht wohne ich jetzt 2 Tage hier.
Da ich ein wenig hungrig war, ging ich nachdem ich das Zimmer bezogen hatte noch in die Stadt, kam an einer noch bis 23.00 Uhr ge¨ffneten Post!filiale vorbei und wollte mir schlie§lich noch einen Sesamring kaufen. Da der Verk¦ufer gerade im Begriff war, einzupacken ¾berlie§ er mir zum Preis von 2 Ringen den gesamten Rest. So werde ich mich wohl morgen haupts¦chlich von den ¾brigen 5 Sesamringen ern¦hren, die allerdings gerade schon etwas trocken schmeckten.
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| Reisetagebuch - 25.05.2004, Ankara (Türkei) |
Da ich ¾ber Ankara schon Einiges geh¨rt hatte, war ich darauf eingestelt, einen Tag lang eine laute, h¦§liche Stadt zu erkunden. Mit dieser Bef¾rchtung besichtigte das Atat¾rk-Mausoleum, ging von dort aus am Parlament vorbei ¾ber die Hilmi Caddesi auf den Atat¾rk-Bulevard, dem ich dann bis zum Atat¾rk-Reiterdenkmal in Ulus folgte. Dann ging ich durch die Altstadt zur Burg, die ¾ber Ankara thront.
Die Stadt die sich mir bot war laut, jedoch keineswsegs h¦sslich. Nat¾rlich kann Ankara nicht das bieten, was Istanbul vorzuweisen hat, doch ist sie sauber, immer wieder zwischendurch gespickt mit kleinen bis mittelgro§en sehr gut gepflegten Parkanlagen, die zum Erholen einladen. Die Einkaufstra§e Hilmi Caddesi kann Einiges und das Mausoleum zu Ehren des Staatsgr¾nders ist f¾r ein Werk des 20. Jahrhunderts als gigantisch zu bezeichnen.
Am besten gefiel mir jedoch die Altstadt mit vielen kleinen, untouristisch belebten Gassen, in denen sich ein kleiner Basar und ein gro§er Gem¾semarkt den Weg zur Burg hinaufschl¦ngeln. Der Ausblick von der Burg in alle 4 Himmelsrichtungen machen den Aufstieg auch f¾r solche Menschen lohnenswert, die an den Teppich- und Antiquit¦tenl¦den oberhalb des Gem¾semarktes nicht interessiert sind.
Ich muss an dieser Stelle jedoch auch gestehen, dass nach einem intensiven Tag Ankara f¾r einen zweiten Tag au§er einigen laut Reisef¾hrer sehr guten Museen und ggf. einer Fahrt in einen Au§enbezirk, kaum Spektakul¦res ¾brig geblieben ist. Doch dieses Problem stellt sich mir nicht, da ich morgen schon um 6.50 Uhr am Bahnhof sein muss um nach Kajseri bei Kappadokien aufzubrechen.
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| Reisetagebuch - 26.05.2004, Ankara (Türkei) |
Jetzt weiß ich, warum die Sitze im Zug nach Denizli so breit waren. Die Expresszüge der türkischen Bahn haben keine 2. Klasse. Die noch etwas langsameren normalen Züge sehrwohl. So bin ich 2. Klasse von Ankara nach Kajseri gefahren, was mit 2,80 EUR sehr günstig war. Die 2. Klasse ist dabei vergleichbar mit selbiger in deutschen Fernzügen. Leider funktionierte an der Heizung in meinem Abteil alles außer der Regelung sehr gut, was die diesmal nur 55 Minuten länger als geplant dauernde Fahrt zu einer recht schweißtreibenden Angelegenheit werden ließ.
Von Kayseri aus bin ich per Minibus nach Örgüp gefahren und dann weiter mit dem Dolmus, einer in der Türkei weit verbreitete Art Sammeltaxi, nach Göreme. Innerhalb einer Stunde Aufenthalt in Kayseri konnte ich zwar nicht allzu viel sehen, doch gibt es dort scheinbar auch nicht sonderlich viel zu verpassen.
Anders ist das mit Örgüp und Göreme. Beide Orte liegen mitten im durch Tuffstein-Felsformationen bekannt gewordenen Kappadokien. Während Örgüp allerdings lediglich sehr stark vom Tourismus profitiert ist Göreme ähnlich wie Pamukkale ein eigens für den Tourismus angelegtes Örtchen. Anders als Pamukkale jedoch wirkt dieser Ort nicht nur sehr einladend und gemütlich, auch ist die touristische Attraktion drumherum tatsächlich sehr sehenswert. Die ganze Gegend ist gesäumt von Felsformationen aus Tuffstein, in die Höhlen und Kirchen gehauen wurden.
Mein Hostel für die nächsten drei Nächte, das Backpackers Cave, ist ebenfalls eine in diesen Stein geschlagene Herberge aus höhlenartigen Gängen und Zimmern. Ich wohne hier also auf ca. 3,5 Quadrat- und nicht viel mehr als 5 Kubikmetern innerhalb eines 20 Meter hohen und 10 Meter im Durchmesser großen Felskegels. Dadurch habe ich natürlich weder Dusche noch WC im Zimmer, sondern einige Meter weiter. Immerhin hat man es geschafft, jedes Zimmer mit Elektrizität auszustatten, was hier sicher auch nicht einfach war und noch sicherer keinem VDE-Standard entspricht. Aber das Licht leuchtet und die Steckdose liefert Strom, wenn man den Stecker in die richtige Position dreht. |



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| Reisetagebuch - 27.05.2004, Ankara (Türkei) |
Die Nacht war kalt. Da Nachts die Sonneneinstrahlung fehlt und wir uns auf fast 1000 Metern Höhe befinden, ist es mitunter relativ kühl, was in meiner Höhle, welche natürlich unbeheizt ist, auch deutlich zu spüren war. Mit Socken ging das aber schon besser.
Nachdem ich in Istanbul meine Wäsche schon einmal per Hand gewaschen hatte, war ich heute morgen froh, hier eine Waschmaschine vorzufinden, die dann auch meine Wäsche säuberte. Dabei fiel mir auf, dass ein erstes Paar Socken heute zum letzten mal gewaschen wurde; nach dem nächsten Tragen werde ich sie entsorgen...
Ich musste heute feststellen, dass fehlende Sonne nicht nur nachts für kühle Temperaturen sorgen kann. Völlig unverhofft kam daher mein Rollkragenpulli zu seinem ersten Einsatz. Was bei Verlassen des Ortes noch etwas übertrieben wirkte, stellte sich auf einer langen Wanderung durch die kappadokische Felslandschaft als goldrichtig heraus. So konnte ich ohne zu frieren in den Felsen herumklettern. Auf der Suche nach der (leider zu gut) Versteckten Kirche kam ich dann etwas vom Weg ab und fand mich 1 1/2 Stunden später auf einem Hügel wieder, von dem aus ich einen sehr schönen und eintrittsfreien Blick über das Göreme Open Air Museum hatte. Zwar konnte ich von dort keine Kirchen, immerhin aber kirchenbesuchende Touristen beobachten, was auch seinen Reiz hatte. Zudem sind 9,- EUR Eintritt auch nicht in meinem Budget enthalten, mit welchem ich jedoch bis hierhin vortrefflich auskomme.
Morgen möchte ich gerne die Ihlara Schlucht aufsuchen, die leider mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr schlecht zu erreichen ist. Da ich aber auch keine Lust auf eine organisierte Tour habe, bei der man außer der Schlucht noch eine unterirdische Stadt und 2-3 weniger interessante Sehenswürdigkeiten besucht, werde ich mir wohl ein knattriges Zweirad mieten und so Kappadokien auf eigene Faust erkunden. Inklusive Sprit, dem Eintritt für die Schlucht und einem Mittagessen, welches bei der Tour dabei gewesen wäre, komme ich dann zwar auf ähnliche Kosten, jedoch mit dem Spaß, einen Tag mit dem Scooter durch Kappadokien zu heizen und überall dort anhalten zu können, wo ich einen Stopp für sinnvoll halte. Schön wäre, wenn dann auch das Wetter wieder etwas sonniger würde, wonach es heute abend auch für mich als Nicht-Meteorologen bereits aussah. |





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| Reisetagebuch - 28.05.2004, Ankara (Türkei) |
Das Wetter hat sich nicht geändert, so dass ich für meinen 250 km Trip durch Kappadokien meine Winterhandschuhe auspackte, die ich eigentlich für Bergtouren in Georgien, Nepal oder den Anden vorgesehen hatte. Nachdem ich nochmal kurz in ?rgüp war, besuchte ich auf meinem Weg zur Ihlara Schlucht noch die Orte Ortahisar und Uchisar, wovon erstere durch eine imposante Burg auf einem deutlich über den Ort hinausragenden Felsen zu erstaunen wusste.
Weiter fuhr ich über Derinkuyu, einem völlig unspektakulären Ort der allerdings auf Grund seiner komplett ausgegrabenen 8-stöckigen unterirdischen Siedlung aus dem 7. Jahrhundert, in der zur Zeit der Christenverfolgung mehere Tausend Menschen lebten, zu fast jeder angebotenen Kappadokien Tour gehört. Ich ersparte mir dies und fuhr weiter. Einen Zwischenstopp legte ich an einem zum See gewordenen Vulkankrater ein, wo ich, da dieser weder zur roten, noch zur blauen und auch nicht zur grünen Tour gehörte, bis auf eine japanische Familie, die aus dem Auto ausstieg, Fotos machte, wieder einstieg und weiterfuhr, ganz allein die Natur genießen durfte.
Kurz vor der Schlucht machte ich noch einen Abstecher nach Güzelyurt, einem Ort, der ohne die Moscheen auch nach Kärnten passen würde. Dort suchte ich die örtliche Lokanta auf und aß in einer Menge freundlicher Türken, von denen sich wegen sprachlicher Hürden nur der Wirt mt mir unterhalten konnte und es den anderen dann übersetzte, zu Mittag. Danach begann das Abenteuer Ihlara Schlucht. "Türkischer Grand Canyon" ist etwas übertrieben, doch die 2,70 EUR Eintritt ist die Schlucht allemal wert. Auch hier sind natürlich in den Felsen Höhlen und Kirchen geschlagen, was das Ganze noch faszinierender gestaltete. Nachdem ich eine Weile gewandert war und mich bereits auf dem Rückweg befand, traf ich eine folgenschwere Fehlentscheidung.
An einer der zahlreichen Weggabelungen nahm ich die untere Variante, welche näher an dem Bach vorbei führte. Anstatt aber nach 15 Metern, als der Weg plötzlich endete, umzukehren und es oben herum zu versuchen, kletterte ich einen Felsen hinauf. Dabei fand ich Halt auf einem kleinen Baum, der sich trotz vorher erfolgreich ausgeführter Tests gerade in dem Augenblick, als ich mit ganzem Gewicht darauf stand, durchzubrechen entschied. Mein Versuch, mich an dem verbleibenden Stumpf festzuhalten, wie es in Hollywood-Filmen immer so toll funktioniert, konnte meinen Sturz in den 3 Meter tiefer gelegenen Bach weder verzögern geschweige denn verhindern. Glück im Unglück: an genau dieser Stelle war der wie ein österreichischer Gebirgsbach aussehnde Wasserlauf fast 2 Meter tief und ohne höhere Felsen, so dass ich gänzlich unverletzt blieb. Pech nur, dass der Bach an dieser Stelle fast 2 Meter tief war, weshalb ich komplett unter Wasser tauchte. Nachdem ich mich innerhalb von 10-15 Sekunden auf den nächsten Felsen gerettet hatte, griff ich geistegegenwärtig nach meiner Digitalkamera und entfernte den Akku und die Speicherkarte. Nachdem ich auch meinem Handy die Stromversorgung genommen hatte und ich den Rucksack, der die wenigen Sekunden unter Wasser fast unbeschadet überstand, abgelegt und ich die Orientierung wiedererlangt hatte, lief ich den Bach ca. 30 Meter hinab, wo mein Reiseführer, den ich beim Sturz ins Nass in der Hand hielt, zwischen 2 Steinen auf mich wartete. Ich hätte gern unter anderen Umständen erfahren, dass ein Buch auch als Wasserspeicher gute Dienste leisten kann. Da das sonstige elektronische Equipment ja im Rucksack recht trocken blieb, kann ich zumindest auf dem Communicator weiter Reisetagebuch führen und ihn natürlich auch als Mobiltelefon nutzen. Trotzdem hoffe ich, dass nach 1-2 Tagen Trocknung das Handy und noch wichtiger die Digicam wieder funktionieren, obwohl ich diesbezüglich eher skeptisch bin. Ich zog mich dann an Ort und Stelle aus, wrang meine Sachen aus, legte sie für 30 Minuten in die gerade zu dieser Zeit dankenswerter Weise hervorlukende Sonne und zog sie wieder an, um noch vor Einbruch der Dunkelheit die 100 km Rückweg gemeistert zu haben. Einmal mehr bestätigte sich meine These, dass Kleidung am schnellsten trocknet, wenn man sie trägt. Trotzdem behält meine Mutter im Streit um diese Vorgenensweise Recht, da ich nun sehr genau weiß, woher die zur Wasserverdunstung benötigte Energie stammt. Jetzt bin ich aber wieder im Hostel und die nächsten Tage werden zeigen, wie teuer mich diese Dummheit zu stehen kommt. Denn bis jetzt kann ich weder eine Erkältung noch den Verlust meiner Kamera und meines Handys ausschließen. |





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| Reisetagebuch - 30.05.2004, Ankara (Türkei) |
Auch meine Digitalkamera funktioniert! Wenn jede Dummheit die ich noch begehen werde so glimpflich endet, kann ich sehr froh sein.
Nachdem ich gestern tatsächlich erst um 23 Uhr in Amasya angekommen war, nutzte ich den kostenlosen Shuttleservice ins Zentrum. Zu dieser späten Stunde wollte ich nicht allein durch eine fremde Stadt laufen. Sehr schnell fand ich das Hotel, welches so zentral gelegen ist und so gemütlich und stilvoll eingerichtet ist, dass ich fast nicht glauben konnte, dass die Nacht lediglich 6,50 EUR kosten soll. Beschwert habe ich mich darüber jedoch nicht.
Die Stadt liegt in einem Tal, das gen Norden vom Burgberg, um den sich die Stadt sichelförmig verteilt und gen Süden von einer Gebirgskette begrenzt wird. Mitten durch fließt ein kleiner Fluss, an dessen Ufern wunderschöne alte Häuser stehen. Ohnehin ist Amasya die bislang schönste Stadt auf dieser Reise.
Ich begann den Tag mit der Besteigung des Burgberges. Da ich mich nicht auskannte, kletterte ich eine Schlucht hinauf, die sowohl von unten als auch später von oben unbezwingbar schien. Auf dem Weg gab es daher auch 2-3 Stellen, an denen ich kurz davor war umzukehren. Doch nach dem Fauxpas von Ihlara brauchte ich diese kletterische Rehabilitation.
Oben angekommen war ich nassgeschwitzt, wobei nur 2/3 auf das gemeinsame Konto von Sonne und Anstrengung gingen. Der Rest war kalter Angstschweiß. Ich beschloss daher auch, den sichereren Weg hinten herum für den Rückweg auszuprobieren.
Den Nachmittag nutzte ich, um auch die südliche Erhebung zu erklimmen, allerdings über die Straße und auch lediglich bis zu einem Restaurant welches nicht nur wegen des Essens sondern auch ob der guten Aussicht von dort empfohlen wurde. Und tatsächlich war beides gut, wenn auch der einsetzende Regen die Freude daran trübte.
Auf Hin- und Rückweg, die mich durch ein Wohngebiet führten, sah ich mich zu meiner Verwunderung plötzlich inmitten einer Horde Kinder im Alter von 4-10 Jahren, die unbedingt von mir fotografiert werden wollten. Diesen Gefallen tat ich ihnen zumindest auf dem Hinweg. Erfreulicher Weise sprachen einige von Ihnen sogar ein paar Worte Englisch, was ich in dem Alter nicht erwartet hatte.
Nach 15 Tagen und 140 Fotos meldete sich gegen Abend dann meine Kamera mit dem Hinweis, dass ich den Akku wechseln soll. Da ich einen zweiten Akku besitze kann ich also davon ausgehen, dass ich zur Not auch ohne Strom bis zu 4 Wochen fotografieren kann. Ich hoffe jedoch nicht, davon tatsächlich Gebrauch machen zu müssen. Denn dann wäre auch davon auszugehen, dass ich in dieser Zeit kein warmes Wasser habe. Und für mich gibt es nur eines beim Duschen, das schlimmer ist, als kein warmes Wasser zu haben: Abgebrochene Duschkopfhalterungen. Gibt es keinen T?V für Duschkopfhalterungen? Sind diese zu kompliziert zu erneuern? Und wie billig müssen Duschkopfhalterungen hergestellt sein, dass sie die in einer Dusche auftretenden Kräfte so häufig nicht überstehen? Ich werde morgen den fünften Tag in Folgen ohne eine Duschkopfhalterung auskommen müssen. Meine ganze Hoffnung diesbezüglich gilt dann der Pension in ?nye, wo ich morgen hinfahre. |





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| Reisetagebuch - 31.05.2004, Ankara (Türkei) |
Heute ging es von Amasya nach Ünye. Damit bin ich den ersten Tag an der Schwarzmeerküste. Doch das dafür erhoffte Wetter lälsst noch auf sich warten. Nach dem Weg vom Hotel in Amasya zum Busbahnhof war ich schon das erste Mal nassgeregnet. Nach einer verregneten Fahrt war der Nachmittag hier in Ünye aber weitestgehend trocken.
Viel gesehen habe ich von Ünye noch nicht, doch das was ich gesehen habe wirkte, sicher auch als Resultat des dunklen Wetters, nicht sehr einladend. Mal schauen wie es morgen aussieht.
Mein Zimmer ist dafür sehr gut ausgestatted. Neben einem Fernseher habe ich einen Wasserkocher und sogar 2 Stühle. Sogar Dusche und WC gehören zum Zimmer. Die abgebrochene Duschkopfhalterung gehört jedoch in dieser Preisklasse scheinbar zum Standard.
Soeben habe ich türkisches Glücksrad gesehen, es tat mir aber leider keiner der Kandidaten den Gefallen, ein Ü zu kaufen. Dafür dauerte das Aussuchen und präsentieren der Gewinne fast 10 Minuten, was meine Geduld doch überforderte. |

>> alle Fotos 31.05.2004 |
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